Beratungsstelle

Unterstützung für Kinder und ihre drogenabhängigen Eltern

Eltern mit Drogenproblemen können gute Eltern sein. Wir helfen Kindern, Jugendlichen und ihren drogenabhängigen Eltern ein gemeinsames Leben führen zu können.

 
 
 

Rufen Sie einfach an: 040/4305081

Wir sind telefonisch verbindlich für Sie erreichbar

Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 9:30 bis 12:00

und am Mittwoch von 12:00 bis 14:30 

Inge Einsmann & Renate Benitt & Corrina Koob & Ullrich Wellerdieck

Das Beratungsangebot wendet sich in ganz Hamburg an

  • drogenabhängige und/oder substituierte  Schwangere
  • drogenabhängige und/oder substituierte Eltern
  • Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen ein / beide Elternteil/e ein Drogenproblem haben
  • Angehörige der betroffenen Familien
  • FachkollegInnen wie LehrerInnen, ErzieherInnen, MitarbeiterInnen der Jugendämter, ÄrztInnen ... und am Thema Interessierte

Was wir anbieten

Beratung für Familien

Für Mütter und Väter, die oder deren PartnerIn unter einem Suchtproblem leiden, ergeben sich häufig viele Fragen und Unsicherheiten.
Das können Fragen rund um die finanzielle Absicherung, die Suche nach einem geeigneten Wohnraum oder auch Fragen zum Thema Kindererziehung sein. Da häufig wenig drogenfreie soziale Kontakte bestehen oder diese nichts von der Suchtproblematik wissen sollen, fehlt es meist an Ansprechpersonen, mit denen die Sorgen und Nöte besprochen werden können. Wir bieten die Möglichkeit zu kostenlosen und auf Wunsch anonymen Beratungsgesprächen.
Mütter oder Väter, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben, bieten wir ebenfalls Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme zu ihren Kindern und unterstützen sie dabei, einen geregelten Umgang mit ihren Kindern anzubahnen.
Großeltern, Geschwistern oder Kinder und Jugendliche, die sich Sorgen um ihre Angehörigen machen oder in der Familie unter dem Drogenkonsum der Eltern leiden, bieten wir ebenfalls die Möglichkeit zu Gesprächen, bei denen ein Umgang mit der Problematik erarbeitet werden kann.

Eltern-, Familien-, Paargespräche

Elternschaft stellt eine große Herausforderung für jede Paarbeziehung dar. Kommen auch noch Suchtprobleme hinzu,
führt dies nicht selten zu lautstarken Auseinandersetzungen oder völliger Sprachlosigkeit. Beides bietet kein gutes Klima für ein gesundes Aufwachsen von Kindern.
Wir bieten Eltern die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen unter Moderation ihre Konflikte zu besprechen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, lösungsorientierte Gespräche bei Streitigkeiten alleine und mit Rücksicht auf die Kinder zu führen.
Bei Unstimmigkeiten zwischen Eltern und Kindern bieten wir Familiengespräche an, bei denen alle Familienmitglieder die Möglichkeit haben, ihre Sicht darzustellen und gemeinsam an Lösungswegen für ein entspanntes Familienleben mitzuwirken.

Unterstützung für werdende Eltern

Die anstehende Geburt eines Kindes ist für jede Familie eine große Herausforderung. Mit Freude und Hoffnung auf ein glückliches Familienleben, aber auch Sorgen und Ängsten wird der Zeitpunkt der Geburt erwartet. Die Paarbeziehung verändert sich. Das vielleicht bis dahin unbeschwerte Miteinander weicht dem Gefühl der großen gemeinsamen Verantwortung. Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft des gemeinsamen Kindes unterscheiden sich eventuell. Ebenso wird die Verantwortung vielleicht unterschiedlich stark wahr genommen. Kommen Suchtmittelabhängigkeiten hinzu, stellt sich die Frage, wie kann das gehen, wie lässt es sich vereinbaren mit der Elternschaft. Werdende Mütter, die Drogen oder Substitute während der Schwangerschaft konsumiert haben, machen sich meist große Sorgen, ob das Kind gesund zur Welt kommt und ob es einen Entzug durchmachen muss. Schuld- und Schamgefühle können hierbei so groß sein, dass sie sich mit diesen Sorgen niemanden anvertrauen mögen. Besonders bei Frauen, die getrennt von dem Kindesvater sind, also die Verantwortung alleine zu tragen haben, kann dies zu einem Gefühl der Ohnmacht und Überforderung führen.
Zudem kommen die Sorgen um die finanzielle Situation, evtl. Schulden und die Schwierigkeit in diesem Rahmen geeigneten Wohnraum zu finden.
Weiterhin bestehen häufig Vorbehalte dem Jugendamt gegenüber, die es erschweren, sich dort Hilfe zu holen.
Bei uns können die werdenden Eltern kostenlos und auf Wunsch anonym beraten und in dieser spannenden Lebensphase begleitet werden. Wir unterstützen die werdende Familie auf Wunsch durch:

  • Paar- und Elterngespräche
  • Hausbesuche
  • Begleitung zu Ämtern
  • Hilfestellung bei der Antragstellung für finanzielle Mittel rund um Schwangerschaft und die Geburt
  • Auswahl der Entbindungsklinik
  • Schwangerschaftsbekleidung

Beratung für Väter

Väter erleben sich in der Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt häufig als außenstehend. Dadurch, dass sie selbst keine körperliche Veränderung spüren, fällt es ihnen häufig schwerer, sich auf die neue Situation einzustellen und ihren Suchtmittelkonsum und die Lebensweise im Hinblick auf die große Verantwortung einer Vaterschaft zu verändern.
Zudem haben viele Väter kein eigenes Bild von Vaterschaft, da sie selbst vaterlos aufgewachsen sind.
Bei uns haben Väter die Möglichkeit über ihre Sorgen und Unsicherheiten zu sprechen. Auf Wunsch begleiten wir Väter auf dem Weg, ihr eigenes Vaterbild zu entwickeln.
Weiterhin unterstützen wir Väter bei der Kontaktaufnahme und Anbahnung von regelmäßigem Umgang, wenn sie von ihren Kindern getrennt leben.

Müttergruppe mit Kinderbetreuung

Mütter, die ein Suchtproblem haben, finden häufig keinen geeigneten Ort über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen und sich mit anderen Müttern darüber auszutauschen. In der Suchtberatung ist Mutterschaft meist nur ein untergeordnetes Thema und die Mütter wollen sich zur Drogenszene auch nicht mehr zugehörig fühlen. Im Rahmen der Angebote für Mütter, wie Elternschulen oder Familienzentren mögen sie aber ihre Suchtproblematik und ihre Lebensweise in der Vergangenheit nicht preisgeben, da sie Vorverurteilungen befürchten.
In der Iglu-Müttergruppe haben Mütter die Möglichkeit, offen über ihre Probleme zu sprechen und sich mit Müttern, die in einer ähnlichen Situation sind, auszutauschen.
Die IGLU-Müttergruppe beginnt mit einem Frühstück in gemütlicher Atmosphäre, bei dem sich die Mütter erstmal von ihrem Alltag entspannen können. Die Kinder werden in unserem Spielzimmer betreut. Wenn alle gesättigt und gestärkt sind, gehen wir in den Gruppenraum, um dort gemeinsam die Erlebnisse der letzten Woche, sowie die anstehenden Herausforderungen jeder einzelnen zu beleuchten und Lösungswege für belastende Probleme zu entwickeln.
In der Gruppe herrscht eine vertrauliche Atmosphäre, jede Frau wird mit ihren persönlichen Belangen ernst genommen und mit ihren Stärken und Schwächen angenommen. Ziel der Gruppe ist es, den Müttern einen Ort zu bieten, sich zu entlasten und neue Strategien zu entwickeln mit Schwierigkeiten im Umgang mit den Kindern und anderen Herausforderungen des alltäglichen Lebens konstruktiv umzugehen. Rückfälle in alte Verhaltensmuster, z.B. Drogenkonsum, können hier offen angesprochen werden.

Zudem bieten wir Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Kindern, die in Pflegefamilien oder beim anderen Elternteil leben.
Wir gehen davon aus, dass jedes Kind ein Recht darauf hat mit seinen leiblichen Eltern aufzuwachsen. Wenn Kinder z.B. bei Pflegefamilien oder dem getrennt lebenden Elternteil leben, weil es nicht möglich war oder ist bei den (beiden) Eltern zu wohnen, denken wir, dass es dennoch für ein Kind notwendig ist zu seinen leiblichen Eltern einen guten Kontakt zu haben. Unserer Meinung nach ist es für die Entwicklung der Persönlichkeit eines Kindes sehr wichtig die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft, also den leiblichen Eltern zu haben.
Wir unterstützen Eltern dabei den Kontakt zu ihren Kindern, der evtl. durch die Drogenabhängigkeit und ein Leben in der Drogenszene abgebrochen ist, wieder aufzunehmen. Wir begleiten hierbei z.B. zu den Jugendämtern oder bieten im Rahmen von Elterngesprächen die Möglichkeit eine Umgangsregelung zu klären.

Beratung für Pflegeltern

Pflegeeltern, die ein Kind aufnehmen, dessen Eltern drogenabhängig sind, sehen sich häufig mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Sie fragen sich, ab wann und wie können sie mit den Pflegekindern über die Sucht der Eltern sprechen. Insbesondere wenn die Eltern aufgrund ihrer suchtgeprägten Lebensweise nur unzuverlässig oder gar keinen Kontakt zu den Kindern halten können, wünschen sie sich kindgerechte Erklärungsmodelle. Die Kinder weisen eventuell Entwicklungsdefizite auf oder haben traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Der Umgang mit den leiblichen Eltern kann sich aus diesen und anderen Gründen als problematisch erweisen und die Pflegeeltern an die Grenze der Überforderung führen.
Wir beraten und unterstützen Pflegeeltern kostenlos und auf Wunsch anonym.

Fach- und Fallberatung

Wir bieten Fach und Fallberatung für verschiedene Berufsgruppen an.
An uns wenden sich zum Beispiel  ErzieherInnen, LehrerInnen, ÄrztInnen, Krankenpflegekräfte, FamilienhelferInnen, Hebammen und andere, die im beruflichen Alltag mit suchtmittelabhängigen Eltern und deren Kindern konfrontiert sind.
Die Fach-und Fallberatung wird in anonymisierter Form und auf Wunsch auch telefonisch durchgeführt.

Fortbildungen und Infoveranstaltungen

Wir bieten Fortbildung und Infoveranstaltungen zu den Themen

  • Schwangerschaft und Suchtmittelkonsum
  • Pflegekinder suchtmittelabhängiger Eltern
  • Wie geht es den Kindern?- Was begünstigt eine chancenreiche Entwicklung der Kinder?
  • Kinder von drogenabhängigen Eltern und ihre Lebenssituationen
  • etc.

Wir führen diese Veranstaltungen in der Regel in unseren Räumen durch, kommen bei Bedarf aber auch in Ihre Einrichtung, bzw. zu Ihrer Fachveranstaltung.

Zusätzliche Angebote

  • Offener Nachmittag mit Unterstützung der Hamburger Tafel
  • Müttergruppe
  • Schuldnerberatung

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